Der Drehtisch TURN 230 S punktet mit einem Schnellwechselsystem, das die effiziente Bearbeitung von Bauteilen mit unterschiedlichem Rohrdurchmesser ermöglicht. Stufenlos schwenkbarer Arm sowie eine Hohlwelle, durch die das Innere des Bauteiles über die Mittelachse formiert werden kann, ermöglichen die Bearbeitung auf Top-Niveau. Durch seine flexiblen Einstellungsmöglichkeiten ist die Drehvorrichtung für jedes Werkstück die passende Lösung.
Drehvorrichtung, besonders geeignet für nicht orbitalgerechte Bauteile bei höheren Stückzahlen und anschließbar an alle Orbitec Steuerungen.
Anwendungsbereich:
Technische Daten:
Lieferumfang:
Sonderausführungen auf Anfrage:
Um den hohen Anforderungen des Orbitalschweißens gerecht zu werden, bieten wir für die Drehvorrichtung TURN 230 S individuelle Anpassungen sowie verschiedene Aufrüstsets an. Auf Wunsch kann der Brenner über eine manuelle Verstelleinheit montiert werden. Alternativ lässt sich der Brennerabstand mithilfe einer Lichtbogenregulierung (AVC) automatisch einstellen und anpassen. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, eine Kaltdrahtzufuhr mit unterschiedlichen Drahtkonsolen zu integrieren.
gasgekühlt, bestückt mit Brennerverschleißteilen und Wolframelektrode Ø 2,4 mm
ED: AC: 105 A, DC: 220 A, 60 % (10 min.)
Sonderlängen und Ausführungen mit höherer ED auf Anfrage.
gasgekühlt, bestückt mit Brennerverschleißteilen und Wolframelektrode Ø 2,4 mm
ED: AC: 105 A, DC:150 A, 60 % (10 min.)
Sonderlängen und Ausführungen mit höherer ED auf Anfrage.
Schlittenbreite 50 mm, Verfahrweg Brenner 50 mm, seitliche Justierung 30 mm inkl. Brennerklemmung DA 20 mm inkl. Befestigungsflansch
(Sonderbrennerklemmung DA 30 mm auf Wunsch)
inkl. AVC Motor mit Endabschaltung und 8 m Anschlusskabel, Schlittenbreite 50 mm, Verfahrweg Brenner 50 mm, seitliche Justierung 30 mm inkl. Brennerklemmung DA 20 mm inkl. Befestigungsflansch
(Sonderbrennerklemmung DA 30 mm auf Wunsch)
inkl. Drahtauslaufdüse und drei Düsenspitzen für 0,8/1,0/1,2 mm
(3D- verstellbar über Lineareinheit)
Andere Keramikdüsen auf Anfrage.
für Steuerungen Tigtronic
für Glas-Gasdüse
OSW 80-275, TURN
Beim Orbitalschweißen rotiert der Schweißbrenner automatisch um ein stationäres Werkstück, meist ein Rohr. Der Schweißprozess ist vollständig automatisiert und folgt einem definierten, reproduzierbaren Ablauf. Beim Schweißen mit einer Drehvorrichtung hingegen bleibt der Brenner in einer festen Position, während das Werkstück mithilfe der Drehvorrichtung rotiert. Die Rotation des Bauteils sorgt dafür, dass die Schweißnaht gleichmäßig umlaufend ausgeführt werden kann.
Beide Verfahren verfolgen das gleiche Ziel – eine gleichmäßige, hochwertige Rundnaht – setzen jedoch unterschiedliche technische Prinzipien ein.
Beim Orbitalschweißen bleibt das Werkstück in der Regel stationär, während der Schweißbrenner automatisch um das Werkstück rotiert.
Dieses Prinzip wird vor allem dort eingesetzt, wo sich das Bauteil nicht oder nur mit hohem Aufwand bewegen lässt oder wo höchste Prozesssicherheit gefordert ist.
Typische Anwendungen des Orbitalschweißens sind:
Die Rotation des Brenners ermöglicht:
Dadurch eignet sich das Orbitalschweißen besonders für Serienprozesse mit hohen Qualitäts-, Dokumentations- und Wiederholanforderungen, bei denen gleichbleibende Ergebnisse entscheidend sind.
Beim Schweißen mit einer Drehvorrichtung wird das Werkstück kontrolliert gedreht, während der Brenner in einer festen Position verbleibt.
Dieses Verfahren wird eingesetzt, wenn das Bauteil rotationssymmetrisch ist und sich sicher spannen sowie drehen lässt.
Typische Einsatzfälle sind:
Die Rotation des Werkstücks erlaubt:
Die Schweißdrehvorrichtung TURN 230 S ist daher besonders geeignet für flexible Fertigungsumgebungen, Einzel und Kleinserien oder dort, wo eine wirtschaftliche Alternative zu vollautomatisierten Orbitalprozessen gefragt ist.
Vorteile des Orbitalschweißens:
Nachteile können sein:
Vorteile der Drehvorrichtung:
Mögliche Nachteile:
Die Geometrie ist ein entscheidender Faktor:
Wir helfen Ihnen dabei, den geplanten Einsatz frühzeitig zu analysieren, um die passende Technologie zu wählen.
In vielen industriellen Fertigungsumgebungen bestehen parallel zwei unterschiedliche Anforderungen:
Eine Kombination aus der Orbitalschweißanlage EVO und der Drehvorrichtung TURN 230 S ist dann sinnvoll, wenn beide Anforderungen innerhalb einer Fertigung abgedeckt werden sollen, ohne separate, voneinander getrennte Systeme einzusetzen. Die EVO Anlage übernimmt dabei die steuerungsseitige Abbildung reproduzierbarer, dokumentierbarer Orbitalprozesse. Die TURN 230 S ergänzt dieses System um die Möglichkeit, rotationssymmetrische, aber nicht orbitalgerechte Werkstücke kontrolliert zu schweißen. So lassen sich sowohl Serienprozesse als auch Sonderanwendungen mit einem einheitlichen, konsistenten Schweißkonzept realisieren.
Ja. Die EVO Orbitalschweißanlage ist so konzipiert, dass sie unterschiedliche Schweißwerkzeuge steuern können – darunter:
Damit lassen sich verschiedene Schweißaufgaben mit einer gemeinsamen Steuerungsplattform realisieren, was die Bedienung vereinfacht und den Schulungsaufwand reduziert.
Durch die Nutzung der EVO Steuerung bleiben auch bei Anwendungen mit der Drehvorrichtung:
Besonders in regulierten Industrien oder qualitätskritischen Anwendungen ist dies ein Vorteil, da manuelle und teilautomatisierte Prozesse auf einem vergleichbaren Qualitätsniveau abgebildet werden können.
Die Kombination aus EVO und TURN 230 S eignet sich besonders für Unternehmen, die:
Statt für jede Aufgabenstellung ein separates System vorzuhalten, ermöglicht das kombinierte Setup eine durchgängige Schweißstrategie über unterschiedliche Bauteiltypen hinweg.
Nein. Die TURN 230 S ist kein Ersatz für Orbitalschweißen, sondern eine sinnvolle Ergänzung. Orbitalschweißen bleibt die bevorzugte Lösung für standardisierte Rohrverbindungen und Serienprozesse, während die Drehvorrichtung dort eingesetzt wird, wo Orbitaltechnik an geometrische oder wirtschaftliche Grenzen stößt.
Die Kombination ermöglicht:
So lassen sich automatisierte Qualität und flexible Fertigung miteinander verbinden, ohne unnötige Komplexität in der Anlagenstruktur aufzubauen.